Endlich etwas gelassener sein. Das wäre mein Wunsch....

Darf ich Ihnen ehrlich mal etwas sagen? Nach vielen Beratungen, Coachings und Gesprächen mit Menschen in allerhand Positionen und Rollen: Alle wünschen sich das. Alle wollen etwas gelassener sein. Alle möchten entspannter, ruhiger und gelassener durchs Leben gehen. Und ja, das ist auch möglich. Der Begriff "gelassener" ist aber häufig eine Plattitude, ein eine leider zu allgemeingültige Aussage, die so nicht zum Erfolg führt. Deshalb ist es wichtig zu klären, worum es beim Thema Gelassenheit im Konkreten geht. Da ist die Schulleiterin, die sich mehr Gelassenheit im Umgang mit Ihrem Lebenspartner geht, wenn es um die Freizeitgestaltung geht. Und da ist die Mutter von zwei Teenagerinnen, die sich mehr Gelassenheit wünscht, wenn es um die (Un)Ordnung in den Kindernzimmern geht. Und da ist der Ehemann, der sich mehr Gelassheit beim Erreichen der beruflichen Ziele wünscht. Doch was steckt eigentlich hinter diesen verschiedenen Themen? Die Wissenschaft und die Erfahrung zeigt: Es geht um Bedürfnisse, es geht um innere Antriebe des Handelns und um Selbststeuerungskompetenzen. Wer erkennt, was ihn antreibt und wer erkennt, welche Selbstkompetenzen zu fördern sind, wird gelassener. Dann wird "Gelassenheit" konkret und erreichbarer. Die Schulleiterin hat erkannt, dass ihr in der Freizeit mit ihrem Mann vor allem das Leben sozialer Beziehungen sehr wichtig ist. Oft nimmt sie sich vor, wiedereinmal die alten Freunde von früher einzuladen. Ihr Partner möchte aber immer neue Berge besteigen und sie geht mehr oder weniger motiviert mit. Nun weiss sie aber, dass sie von ihrer Idee und Ihrer Absicht, alte Freunde einzuladen, auch ins Handeln kommen müsste. Dieser Teil der Selbstkompetenz ist entwickelbar und lernbar. Es ist ihr übrigens auch ganz real gelungen, aus ihren Absichten auch Taten folgen zu lassen. Als ich sie kürzlich traf, sagte sie, sie nun tatsächlich gelassener geworden. Nicht nur gegenüber ihrem Partner, sondern auch gegenüber ihren Mitarbeitenden. Die Konkretisierung des Begriffs "Gelassenheit" hat sich also gelohnt und sich wie ein "Trigger" auch auf andere Lebenssituationen übertragen.

 

Meine Einladung an Sie: Seien Sie konkret mit sich selber. Schauen Sie achtsam auf Ihre Bedürfnisse und inneren Antriebe. Lassen Sie sich ein wenig Zeit und versuchen Sie, diese möglichst präzis zu formulieren. Und dann überlegen Sie sich, was Ihnen zur Realsierung Ihres Bedürfnisses wirklich fehlt. Fehlendes kann fast immer erarbeitet und entwickelt werden.

Ich wünsche Ihnen dabei viele gute Erkenntnisse und viel Erfolg!

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Madeline Palmeri (Mittwoch, 01 Februar 2017 19:00)


    Good day! Do you use Twitter? I'd like to follow you if that would be ok. I'm definitely enjoying your blog and look forward to new posts.